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Rauchen ist wichtigster Risikofaktor für frühen Herzinfarkt

 Schon jugendliche Gefäße durch Zigaretten gefährdet

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© ESC Congress 2014

Eine Reihe von Studien, die beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Barcelona präsentiert wurden, belegen die gefährlichen Effekte von Zigaretten für die Herz- und Gefäßgesundheit.

So zeigt eine aktuelle Auswertung von Daten aus dem Berliner Herzinfarktregister, dass mehr als drei Viertel der Menschen, die bereits vor ihrem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten, Raucher waren. „Unseren Daten zufolge ist Rauchen der wichtigste Risikofaktor für einen frühen Myokardinfarkt“, so Studienautor Prof. Heinz P. Theres (Charité Berlin). „Seit 1999 ist der Anteil der Raucher bei Herzinfarktpatienten unter 55 Jahren nicht zurückgegangen.“

Für die Untersuchung, die auf den Daten des seit 1999 bestehenden Berliner Herzinfarkt-Registers beruht, wurden für insgesamt mehr als 6.000 Herzinfarkt-Patienten drei wesentliche kardiale Risikofaktoren (Rauchen, Bluthochdruck und ungünstige Blutfettwerte) in ein Verhältnis zum Alter gesetzt. Bei den Personen, die bereits vor dem 55. Lebensjahr einen Herzinfarkt erlitten haben, waren 76 Prozent Raucher, 94 Prozent hatten wenigstes einen der drei Risikofaktoren.

Gefahr für junge Gefäße

Das Rauchverhalten einer noch viel jüngeren Altersgruppe, nämlich von Jugendlichen ab 13 Jahren (Durchschnittsalter 17 Jahre), wurde im Rahmen einer Schweizer Studie erhoben, die ebenfalls beim ESC Kongress in Barcelona präsentiert wurde. Gemessen wurden bei den Jugendlichen der Blutdruck sowie verschiedene Parameter für die Gefäßfunktion. 14 Prozent der Jugendlichen waren wöchentliche Raucher, mehr als die Hälfte ihrer Eltern rauchte (28 Prozent) oder hatte geraucht (25 Prozent). Die Untersuchung zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Beeinträchtigung der Gefäßfunktion. „Die Analysen bestätigen die Hypothese einer frühen Veränderung der Gefässfunktionalität durch aktives Rauchen im Jugendalter unabhängig vom elterlichen Rauchverhalten“, so Dr. Julia Dratva vom Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel. „Die Analyse ist limitiert durch die relative kleine Anzahl an Rauchern, während die Objektivierung des Raucherstatus mittels Serum-Cotinin die Resultate stärkt. Unsere Daten suggerieren eine langfristige Bedeutung des jugendlichen Rauchens für die Gefässgesundheit und unterstreichen die Notwendigkeit einer frühen Prävention von Rauchen in Kindheit und Jugend.“

  Quelle: springermedizin.de basierend auf:  Jahrestagung European Society of Cardiology (ESC) vom 30.8.-3.9.2014 in Barcelona
 
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