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Archiv für ‘Cardiohilfe-Patientennews’

Herzinfarkt endet seltener tödlich

Erfreuliche Zahlen im neuen Herzbericht: Seit 1992 ist die Sterberate bei akutem Herzinfarkt deutlich zurückgegangen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben aber Todesursache Nummer 1 in Deutschland.

DÜSSELDORF / BERLIN. Die Sterberate beim akuten Herzinfarkt hat sich von 1992 bis 2012 von 108,9 auf 65,2 pro 100.000 Einwohner reduziert, hat Professor Christian Hamm aus Bad Nauheim bei der Präsentation des aktuellen Deutschen Herzberichtes gesagt.…

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Herz-Kreislauf-Krankheiten | Resveratrol im Rotwein hemmt Entzündungen

Das in Rotwein enthaltene Resveratrol hemmt die Bildung von Entzündungsfaktoren, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen.

MAINZ. Der in Rotwein enthaltene Naturstoff Resveratrol schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Studien belegen. Zumindest teilweise beruht der Schutzeffekt darauf, dass Resveratrol die Bildung von Entzündungsfaktoren hemmt, haben Forscher nachgewiesen (Nucl. Acids Res. 2014; 42 (20): 12555-12569).

Genauer gesagt, bindet die Substanz an das Regulatorprotein KSRP und aktiviert es, wie die Universitätsmedizin Mainz mitteilt.…

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Neue Daten | ASS enttäuscht in der Primärprävention

Die Hoffnung, Menschen mit einschlägigen Risikofaktoren durch Behandlung mit Acetylsalicylsäure (ASS) vor kardiovaskulären Erkrankungen zu schützen, hat nach neuen Studiendaten einen Dämpfer erhalten. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

CHICAGO. Während die Sekundärprävention mit ASS nach Herzinfarkt seit langem etabliert ist, ist der Stellenwert dieses Thrombozytenhemmers in der Primärprävention bei Personen ohne manifeste kardiovaskuläre Erkrankung umstritten.…

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Genanalyse | Aortenklappenstenose: Ist Cholesterin ursächlich beteiligt?

31101401Verkalkungen der Aortenklappe und Aortenklappenstenosen stehen wohl doch in ursächlichem Zusammenhang mit LDL-Cholesterin. Dafür sprechen Ergebnisse einer neuen Studie bei Menschen mit genetischer Veranlagung für erhöhte Cholesterinspiegel.

Die vorliegenden Studiendaten zur Beziehung zwischen LDL-Cholesterin und degenerativer Aortenklappen-Erkrankung ergeben derzeit kein klares Bild.

Einerseits liefern Beobachtungsstudien starke Anhaltspunkte dafür, dass erhöhte Cholesterinspiegel mit einem erhöhten Risiko für Kalzifizierungen und klinisch relevante Stenosen der Aortenklappe assoziiert sind.

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Gedächtnisprobleme | Oftmals Vorboten eines Schlaganfalls

Geistige Beeinträchtigungen gehen oft einem Schlaganfall voraus, zeigt eine Metaanalyse aus Taiwan. Die Gefahr, einen Infarkt zu erleiden, ist dann vielfach erhöht.

Von Thomas Müller

CHIAYI/TAIWAN. Inzwischen ist längst klar: Nicht nur Schlaganfall und Herzinfarkt werden durch Faktoren wie Hypertonie, Adipositas, Bewegungsmangel oder hohe Lipidwerte begünstigt, sondern auch eine Demenz.

Daher überrascht es wenig, dass Demenzkranke häufig auch an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und umgekehrt Menschen mit Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall auch vermehrt eine Demenz bekommen.…

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Gehirntumor? | Warnsignale bei Kopfschmerzen

Kopfweh ist in der Regel harmlos, heftige Schmerzen können aber einen Hirntumor oder Infarkt als Ursache haben. Bestimmte Warnzeichen sollten aufhorchen lassen.

Von Friederike Klein

MÜNCHEN. Die Statistik zeigt die Dimension des Problems: Von 100.000 Menschen hatten 80.000 Menschen im vergangenen Jahr Kopfschmerzen, 9100 auch heftige.

Zum Hausarzt gehen deswegen 1800, zum Neurologen überwiesen werden 272.…

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Nach Herzinfarkt | Ausdauersport – das richtige Maß macht’s!

Je mehr Sport, desto besser? Zumindest für Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten haben, gilt das nur bedingt. Andernfalls kann die kardiovaskuläre Mortalität sogar deutlich zunehmen.

BERKELEY/KALIFORNIEN. Patienten nach einem Myokardinfarkt sollen, zur Rehabilitation, aber auch langfristig gesehen, eine Ausdauersportart betreiben.

Europäische und amerikanische Leitlinien empfehlen pro Woche mindestens fünf Trainingseinheiten zu 30 Minuten bei einer mittleren Belastung.…

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Kakao-Inhaltsstoffe reduzieren das Herz-Kreislaufrisiko

Regelmäßiger Konsum von Kakao-Flavonolen hat einen positiven Effekt auf die Gefäßfunktion und reduziert das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung deutlich.

© ESC Congress 2014

© ESC Congress 2014

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Universitätsklinikums Düsseldorf, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Barcelona präsentiert wurde.

Die aktuellen Daten würden das präventive Potenzial der Pflanzeninhaltsstoffe für die Gefäße belegen, so Studienautor Dr.

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Rauchen ist wichtigster Risikofaktor für frühen Herzinfarkt

 Schon jugendliche Gefäße durch Zigaretten gefährdet

Eine Reihe von Studien, die beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Barcelona präsentiert wurden, belegen die gefährlichen Effekte von Zigaretten für die Herz- und Gefäßgesundheit.

So zeigt eine aktuelle Auswertung von Daten aus dem Berliner Herzinfarktregister, dass mehr als drei Viertel der Menschen, die bereits vor ihrem 55.

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Metaanalyse Herzinsuffizienz plus Vorhofflimmern: Betablocker ohne Nutzen

Betablocker scheinen bei systolischer Herzinsuffizienz nicht durchgängig die Mortalität zu senken. Patienten mit Vorhofflimmern als Komorbidität profitieren offenbar prognostisch nicht von dieser Therapie, wie Ergebnisse einer sorgfältig durchgeführten Metaanalyse belegen.

Es mutet paradox an: Einerseits werden Betablocker in allen Leitlinien sowohl bei Herzinsuffizienz (zur Prognoseverbesserung) als auch bei Vorhofflimmern (zur Frequenzregulierung) vorrangig empfohlen. Anderseits verringern Betablocker ausgerechnet bei Patienten, bei denen – was häufig der Fall ist – Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern zusammenkommen, offenbar nicht das Sterberisiko.

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Bluthochdruck | Therapie in Eigenregie nützt

Die Bluthochdruck-Behandlung anzupassen – das ist bislang Sache des Arztes. Dabei hat Selbstmanagement bei geeigneten Risikopatienten durchaus Vorteile, wie eine britische Studie zeigt.

Von Beate Schumacher

OXFORD. Hochdruckpatienten mit gravierender kardiovaskulärer Komorbidität können die antihypertensive Medikation auf der Basis von Selbstmessungen und einem Stufenplan selbstständig anpassen. Das hat jetzt die TASMIN-SR-Studie ergeben.

Danach haben Patienten mit einem solchen Selbstmanagement nach einem Jahr einen signifikant niedrigeren Blutdruck (diastolisch und systolisch) als Patienten mit üblicher Versorgung durch Hausärzte.…

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Greenline Holidays ist unser neuer Partner für Urlaub auf dem Wasser

Wir haben einen ganz besonderen Partner für Yacht-Charter in Nord-Deutschland gefunden.

greenline holidaysGreenline Holidays ist der einzige Anbieter von Charterreisen mit komfortablen Motoryachten in Hamburg.

Das Revier ist traumhaft und wird von Kennern oft noch höher eingeschätzt als die Mecklenburgischen Gewässer. Flut und Ebbe haben ihren eigenen Reiz und verändern die Landschaft um einen herum im stetigen Wechsel.…

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Übergewicht | Schwangere gefährden ihr Herz

BARCELONA. Starkes Übergewicht während der Schwangerschaft erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und die kardiovaskuläre Mortalität im späteren Lebensverlauf. Das hat eine schottische Studie ergeben, die beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Barcelona präsentiert wurde, teilt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) mit.

Die Einsicht könnte Bedeutung für künftige Präventionsstrategien haben, werden die Studienautoren zitiert: „Die Schwangerschaft ist ein Schlüsselmoment, zu diesem Zeitpunkt sind viele Frauen bereit, mehr für ihre Gesundheit zu tun.…

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ESC-Kongress | Herzkrank und depressiv – keine gute Prognose

Würzburger Forscher haben die Daten von 864 Herzinsuffizienz-Patienten analysiert.

BARCELONA. Dass Depressionen bei Patienten mit Herzinsuffizienz die Prognose verschlechtern, bestätigt jetzt eine Studie aus Würzburg.

„Darüber hinaus scheinen auch Personen mit vorangegangener Depression, unabhängig vom aktuellen Depressionsstatus, eine schlechtere Prognose zu haben“, wird Dr. Julia Wallenborn vom dortigen Uniklinikum von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zitiert.…

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ST-Hebungsinfarkt | Bessere Prognose bei Soforttherapie aller Stenosen

Aufgrund neuer Studienergebnisse, die jetzt beim Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona vorgestellt worden sind, drängt sich die Frage auf: Sollte die Akut-PCI bei ST-Hebungsinfarkt nicht gleich als Mehrgefäßeingriff geplant werden?

Von Dirk Einecke

BARCELONA. In der Akutbehandlung bei ST-Hebungsinfarkt ist ein Umdenken erforderlich. Schon die zweite Studie, die dazu jetzt bei der Jahrestagung der European Society of Cardiology (ESC) in Barcelona vorgestellt wurde, hat einen massiven Prognosevorteil bei Herzinfarktpatienten mit koronarer Mehrgefäßerkrankung ergeben, wenn sofort alle relevanten Koronarstenosen statt nur die Infarktarterie behandelt werden.…

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Früher Herzinfarkt | Rauchen ist dominierender Risikofaktor

BARCELONA. Über drei Viertel der Menschen mit einem Herzinfarkt vor dem 55. Lebensjahr waren Raucher. Das hat eine Analyse von Daten des Berliner Herzinfarktregister ergeben, die jetzt beim Kardiologenkongress in Barcelona vorgestellt wurde.

„Seit 1999 ist der Anteil der Raucher bei Infarktpatienten unter 55 Jahren nicht zurückgegangen“, wird Studienautor Professor Heinz P. Theres, Charité Berlin, von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zitiert.…

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Herzinfarkt |Der Puls und das Sterberisiko

Manche Patienten mit einem gerade überstandenem Myokardinfarkt haben offenbar schlechtere Chancen, das nächste Jahr zu überleben. Herausfinden lassen sich die Risikopatienten anhand der Ruhe-Herzfrequenz.

BESANÇON. Die Herzfrequenz in Ruhe gilt als Indikator für die kardiovaskuläre Gefährdung von KHK-Patienten. Dies zeigt sich besonders deutlich nach einem akuten Herzinfarkt: In einer französischen Registerstudie hatten Patienten, die das Krankenhaus mit einer Schlagfrequenz von mindestens 75 / min verließen, ein um 39 Prozent höheres Risiko, innerhalb eines Jahres zu sterben, als Patienten mit einer niedrigeren Frequenz (The American Journal of Medicine 2014, online 6.

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Nach überstandenem Herzinfarkt | Exzessives Lauftraining nicht lebensverlängernd

Je mehr Sport, desto besser? Zumindest für Patienten mit Zustand nach Herzinfarkt gilt das nur bis zu einem bestimmten Schwellenwert. Jenseits davon steigt die kardiovaskuläre Mortalität wieder deutlich an.

Patienten nach einem Myokardinfarkt sollen, zur Rehabilitation und langfristig, Ausdauersport betreiben. Europäische und amerikanische Leitlinien empfehlen pro Woche mindestens fünf Trainingseinheiten zu 30 Minuten bei mittlerer Belastung.…

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Junge Patienten für Studie zu Herzinfarkt gesucht

HAMBURG-EPPENDORF.

Welche besonderen Risikofaktoren für Herzinfarkte bei jüngeren Patienten vorliegen, wollen Wissenschaftler des Universitären Herzzentrums des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in der „MI Young“-Studie ergründen. Für diese Studie werden 500 Herzinfarktpatienten unter 50 Jahren gesucht, teilt das UKE mit.

Unter anderem wollen die Ärzte bei den Probanden eine Echokardiografie sowie eine kardiologische Routineuntersuchung durchführen. Zusätzlich soll eine Blutuntersuchung stattfinden, bei der Biomarker bestimmt und Genanalysen durchgeführt werden.…

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Blutdruck | Zu starke Senkung geht auf die Nieren

Wird der Blutdruck auf sehr niedrige Werte gesenkt, kann das wie beim Hochdruck zu Schäden an den Nieren führen – und offenbar auch das Sterberisiko erhöhen.

Von Beate Schumacher

LOS ANGELES. Bislang ist es üblich, für die Hochdrucktherapie Grenzwerte nach oben vorzugeben. Nun kommt von US-amerikanischen Ärzte der Rat, in den Leitlinien auch „die potenziellen Gefahren einer Übertherapie zu berücksichtigen“ (JACC 2014; 64: 588-597).

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Bei Eisenüberschuss leidet zuerst die Bauchspeicheldrüse

Heidelberger Wissenschaftler zeigen erstmals im Tiermodell die molekularen Hintergründe einer seltenen Form der Eisenspeicherkrankheit / Veröffentlichung in Fachjournal „Cell Metabolism“

 

Eine kleine Veränderung in einem Protein der Dünndarmwand reicht aus, um den Eisenhaushalt des Körpers vollständig aus dem Gleichgewicht zu

bringen: Der Darm nimmt ungebremst Eisen aus der Nahrung auf – es kommt zur Eisenspeicherkrankheit, der erblichen Hämochromatose.…

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Hypertonie | Das erwartet Hochdruck-Patienten langfristig

Trotz moderner Therapien erkranken Hypertoniker langfristig immer noch viel häufiger an kardiovaskulären Erkrankungen als Menschen ohne Bluthochdruck. Das belegt jetzt eine Analyse britischer Forscher von 1,2 Millionen Krankenakten.

Von Beate Schumacher

 LONDON. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auch unter den aktuellen Versorgungsbedingungen bei Patienten mit Bluthochdruck deutlich häufiger als bei Patienten mit normalem Blutdruck: Das Lebenszeitrisiko für einen 30-jährigen Hypertoniker beträgt 63 Prozent – im Vergleich zu 46 Prozent für einen gesunden Gleichaltrigen.…

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Nachhaltiger Eingriff | Adipositas-Chirurgie kappt Diabetes-Spätfolgen

Mit bariatrischen Operationen sind auch langfristig Erfolge zu erzielen.

Die chirurgische Behandlung eine Adipositas kommt Typ-2-Diabetikern auch langfristig zugute. Sie benötigen seltener Antidiabetika und entwickeln weniger mikro- und makrovaskuläre Folgeschäden als konventionell behandelte Patienten.

Die kurzzeitigen Erfolge der bariatrischen Chirurgie bei Typ-2-Diabetikern sind mehrfach belegt. In retrospektiven wie in prospektiven kontrollierten Studien gelang es bei 60–90% der Patienten, den Diabetes in Remission zu bringen.…

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Manschette mit Elektroden soll Blutdruck senken

FREIBURG.

Mit einer Manschettenelektrode lässt sich eine therapieresistente Hypertonie ohne Nebenwirkungen behandeln. Mikrosystemtechniker aus Freiburg implantierten die neue Elektrode mit 24 Kanälen um den Vagusnerv am Hals.

Zunächst analysiert das Gerät, welche Elektrode den Nervenfasern, die das Blutdrucksignal übertragen, am nächsten liegt. Dann wird durch Elektrostimulation die Information in diesen Fasern überschrieben, ohne weitere Faserbündel zu beeinflussen.…

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Tag des Cholesterins | Ist die Therapie ohne Zielwert ziel- und wertlos?

Seit 2003 veranstaltet die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen jährlich den „Tag des Cholesterins“. Heute ist es zum zwölften Mal soweit – aber vor einmalig turbulentem Hintergrund.

Von Robert Bublak

Zu den vielen Dingen neben dem Atlantik, welche die USA von Europa trennen, gehört neuerdings auch der Umgang mit dem Serumcholesterin.

Seit das American College of Cardiology (ACC) und die American Heart Association (AHA) im November 2013 neue Leitlinien für die Reduktion des atherosklerotisch bedingten kardiovaskulären Risikos publiziert haben (Circulation 2013, online 12.…

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Bluthochdruck | Nachts zeigt sich die wahre Gefahr

Eine große Metaanalyse und eine 16-Jahresstudie bestätigen: Wenn nachts der Blutdruck zu hoch ist, dann ist die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall am größten. Die Messung in der Praxis ist dagegen weit weniger aussagekräftig.

Von Thomas Müller

NEW YORK. Die Ergebnisse einer großen Metaanalyse sind zwar alles andere als neu, sie bestätigen aber anhand einer großen Patientenzahl: Der nächtliche Blutdruck gibt am besten Auskunft über das kardiovaskuläre Risiko, die Tagesmessung schon weniger und die Messung in der Klinik oder Praxis kann man sich bei Hypertonikern fast sparen – sie lässt jedenfalls kaum Rückschlüsse auf das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko zu, haben US-Ärzte auf dem Kongress der American Society of Hypertension (ASH) in New York berichtet.

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Nicht mehr Todesfälle bei Deutschland-Spielen

Wissenschaftler haben mehr als elf Millionen Todesfälle an WM-Spieltagen mit deutscher Beteiligung ausgewertet. Ihr Fazit lässt die Fußball-Fans durchatmen.

BERLIN. Fußballeuropameisterschaft 1996, Deutschland gegen England, Elfmeterschießen. Ein Herzschlag-Halbfinale. Die Anspannung im Stadion und vor den Fernsehgeräten ist am Überkochen. Fußball lebt von Emotionen, die mitunter dem Herzkreislaufsystem des Fans einiges abverlangen.

Bei aller Vorfreude auf die WM in Brasilien stellt sich die Frage nach den gesundheitlichen Folgen solcher Länderspiele.…

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Herzinfarkt | Ein Lebensjahr mehr kostet 267.000 Euro

HAMBURG. Ein höherer Ressourceneinsatz im Gesundheitswesen führt zu mehr Versorgungsqualität und zu besseren Überlebenschancen. Diesen Zusammenhang hat ein Forscherteam am Hamburg Center for Health Economics (HCHE) für Herzinfarktpatienten nachgewiesen.

Nach den Ergebnissen kostet ein zusätzlich gewonnenes Lebensjahr für Herzinfarktpatienten durchschnittlich 267.000 Euro. Ein um 100 Euro höherer Einsatz senkt die Ein-Jahres-Sterblichkeit des durchschnittlichen Herzinfarktpatienten laut HCHE von 8,7 auf 8,66 Prozent.…

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Bessere Leistungen, weniger Geld | Kardiologie unter Druck

Das DRG-System wirke sich fatal auf die kardiologischen Abteilungen in den Kliniken aus, beklagen die Kardiologen auf ihrer Jahrestagung in Mannheim – und rechnen vor: Für identische oder bessere Leistungen gebe es 2014 zehn Prozent weniger Geld als im Vorjahr.

MANNHEIM. „Der Spardruck, der auf den kardiologischen Abteilungen in Deutschland lastet, ist enorm“, sagte PD Lutz Frankenstein vom Uniklinikum Heidelberg bei der 80.

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Wenige Herzinfarkt-Patienten sterben in der Klinik

Im Vergleich zu Großbritannien sterben hierzulande nur halb so viele Patienten nach einem Herzinfarkt in der Klinik. Das haben die Kardiologen auf ihrer Jahrestagung bekannt gegeben.

MANNHEIM. Nach einem Herzinfarkt sterben hierzulande vier Prozent der Patienten in der Klinik. Damit stehe Deutschland im internationalen Vergleich gut da, teilt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) mit.

Die Sterberate nach einem akuten Koronarsyndrom sei in Deutschland so hoch wie in Schweden, aber viel niedriger als in Großbritannien, wo sie 8,8 Prozent betrage, hieß es.…

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Herzinsuffizienz | Schlagfrequenz ist oft zu hoch

WIESBADEN. Die Herzfrequenz bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist trotz einer Therapie mit Betablocker oft nur unzureichend kontrolliert. Darauf weist die deutsche Registerstudie INDICATE (ScreenINg of toDay’s patIents with Chronic systolic heArT failurE).

In der Studie wurden Daten von 15.148 Patienten mit Herzinsuffizienz ausgewertet. Die Patienten befanden sich überwiegend in den NYHAStadien II bis III (87 Prozent), bei 67 Prozent bestand ein Sinusrhythmus.…

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Kammerflimmern | Herztod-Risiko vor allem am Abend

Gemeinhin gelten die Morgenstunden als die Tageszeit, in der Herzinfarkte und Co. gehäuft auftreten. Doch deutsche Forscher zeigen jetzt: bei gefährlichen Kammerarrhythmien trifft diese Regel nicht zu.

MANNHEIM. Der plötzliche Herztod ist nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Schutz dagegen bietet Patienten mit hohem Herztodrisiko ein implantierbarer Defibrillator (ICD).

Diese Defibrillatoren können aber nicht nur lebensbedrohende Kammertachykardien oder Kammerflimmern terminieren.…

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„Hauptsache heftige Herzmassage!“

Anästhesist Böttiger im Interview

Jährlich sterben fast 70.000 Menschen in Deutschland, weil bei ihnen die Wiederbelebung versagt. Im Interview erklärt Professor Bernd Böttiger, wie 10.000 Thesen das ändern sollen – und was Ärzte von den Bee Gees und Daft Punk lernen können.

Das Interview führte Thomas Meißner

Ärzte Zeitung: Herr Professor Böttiger, Sie und Ihre Kollegen haben kürzlich „10 Thesen für 10.000 Leben“ aufgestellt.

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Brustschmerz | Schneller Notruf zählt

Die Universitätsmedizin Mainz, der FSV Mainz 05 und Boehringer Ingelheim sensibilisieren gemeinsam für das Thema Herzinfarkt.

14091303MAINZ. Auch wenn ein Herzinfarkt dank der modernen Medizin ohne Schäden überlebt werden kann, sterben nach wie vor 40 Prozent der Patienten daran, bevor der Notarzt vor Ort eintrifft, berichtete Professor Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz.…

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NSTEMI über 80 | Katheter sticht konservative Therapie

Ein frühes invasives Vorgehen führt auch bei instabiler Angina pectoris oder bei Herzinfarkten ohne ST-Strecken-Hebung (NSTE) zu besseren Ergebnissen. Das gilt auch für Hochbetagte, bestätigen US-Kardiologen.

VALHALLA/NEW YORK. Auch bei über 80-jährigen Patienten mit instabiler Angina oder NSTE-Myokardinfarkt verbessert eine frühe invasive Therapie die Prognose. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern um Dhaval Kolte vom New York Medical College in Valhalla.

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Geplant | Ein Schlaganfallnetzwerk für den Norden

In Schleswig-Holstein haben Teilnehmer einer Konferenz Ideen für ein Netzwerk bei Schlaganfall entwickelt. Künftig soll es mehr Vernetzung geben. Auch Patientenlotsen sollen zum Einsatz kommen.

Von Dirk Schnack

KIEL. In Schleswig-Holstein soll die Schlaganfallversorgung künftig interdisziplinär gestaltet werden. Ziel sind Versorgungslösungen, in deren Entwicklung auch Patienten und Selbsthilfegruppen eingebunden sind.

Dafür sollen ein Schlaganfallnetzwerk etabliert und das Schnittstellenmanagement verbessert werden.…

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Testosteron gefährlich für ältere Männer?

In der Hoffnung auf mehr Vitalität nehmen immer mehr ältere Männer Testosteron. Dabei könnte das Plus an Libido, Muskel- und Knochenmasse teuer erkauft sein.

Von Dagmar Kraus

DALLAS. In den letzten zehn Jahren ist in den USA die Zahl der Testosteron-Verschreibungen deutlich gestiegen, zwischen 2000 und 2011 jährlich um den Faktor fünf.

Werden doch mit der Substitution des männlichen Geschlechtshormons eine Reihe positiver Effekte in Verbindung gebracht.…

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PAVK wird zum globalen Problem

Nicht übertragbare chronische Krankheiten sind weltweit führend in den Erkrankungs- und Sterbestatistiken. Eine von ihnen, die periphere arterielle Verschlusskrankheit, hat inzwischen pandemische Ausmaße angenommen.

Von Robert Bublak

Untersuchungen zur globalen Krankheitslast, die im vergangenen Jahr erschienen sind (etwa: Lancet 2012; 380: 2095), haben einen klaren Trend weg von infektiösen und hin zu nicht ansteckenden Erkrankungen gezeigt.

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Angina pectoris ohne KHK |Auch diese Patienten benötigen eine antiischämische Therapie

Bei vielen Patienten mit Angina pectoris finden sich trotz Nachweis einer Myokardischämie bei der Koronarangiographie keine hämodynamisch wirksamen Stenosen. Eine aktuelle Umfrage bei Kardiologen ergab, dass solche Patienten oft keine effektive Therapie erhalten.

72231„Nur bei einem Drittel aller koronarangiographierten Patienten mit Verdacht auf KHK wird eine Koronarintervention durchgeführt“, sagte Privatdozent Dirk Westermann von der Kardiologischen Universitätsklinik in Hamburg.

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Auch bei Ischämie | Stabile KHK: Stents bringen nicht mehr als alleinige Medikation

248407Eine perkutane Koronarintervention (PCI) mit Stent-Implantation bietet bei stabiler Koronarerkrankung (KHK) im Vergleich zur alleinigen medikamentösen Therapie keinen klinischen Zusatznutzen – selbst dann nicht, wenn Myokardischämien objektiv vorhanden sind. Dafür sprechen Ergebnisse einer neuen Metaanalyse.

Bei akutem Myokardinfarkt ist die katheterbasierte Revaskularisation unstrittig und heute die Therapie der Wahl. Denn durch Wiedereröffnung der Infarktarterie und Gefäßstabilisierung mittels Stent können bei dieser Indikation nachweislich Todesfälle und Herzinfarkte verhindert werden.

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Häufige Mangeldurchblutung schützt Herz vor Infarkt

Wer schon öfter Durchblutungsstörungen am Herzen durchlebt hat, steckt offenbar einen Herzinfarkt besser weg. Eine dänische Studie zeigt auch: Die Ischämien haben gar eine schützende Wirkung.

AARHUS. KHK-Patienten, die schon öfter Ischämie-Episoden erlebt haben, überstehen einen akuten Myokardinfarkt meist besser als Patienten, die der Infarkt „wie aus heiterem Himmel“ trifft.

Wiederholte kurze Myokardischämien, gefolgt von Reperfusion, scheinen demnach eine gewisse kardioprotektive Wirkung zu haben.…

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Für Hochbetagte | Herzinfarkt seltener tödlich

Immer mehr Menschen über 85 Jahre überleben ihren Herzinfarkt. Der Grund für die erhöhten Überlebenschancen: die leitliniengerechte Therapie.

Von Dagmar Kraus

WORCESTER. Wer heute mit einem Herzinfarkt in die Klinik eingewiesen wird, hat bessere Überlebenschancen als noch vor zehn Jahren.

Das gilt auch für hochbetagte Patienten, die das 85. Lebensjahr bereits überschritten haben, wie eine aktuelle Erhebung der Gerontologin Jennifer Tjia von der University of Massachusetts in Worcester und ihrer Kollegen bestätigt (American Journal of Medicine 2013; 126: 798).…

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Metananalyse bestätigt: Freizeitsport hält Hypertonie in Schach

Bewegung ist gut für den Blutdruck. Wer sich in seiner Freizeit regelmäßig sportlich betätigt, hat in der Folge weniger mit Bluthochdruck zu kämpfen, so das Ergebnis einer umfangreichen Metaanalyse publizierter Studiendaten. Für die körperliche Aktivität im Beruf scheint dies allerdings nicht zu gelten.

Dass körperliche Bewegung Bluthochdruck vorbeugt, werden wohl die meisten intuitiv bejahen. Aber gibt es dafür auch eindeutige wissenschaftliche Belege?

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Studie ermittelt für das Leben im Alter großen Mehrwert durch Smart-Home-Technologien

In 100 Haushalten hat das FZI Forschungszentrum Informatik mit Partnern aus dem Sozial- und Gesundheitswesen untersucht, wie ältere und behinderte Menschen durch sozio-technische Systeme bei der selbstständigen Lebensführung unterstützt werden können / Ergebnisse der erstmalig durchgeführten Feldstudie zeigen für alle Beteiligten − Senioren, Menschen mit Behinderungen, Angehörige und Pflegekräfte − großen Mehrwert durch Smart-Home-Technologien / DRK Landesverband Badisches Rotes Kreuz plant mit der Unterstützung des FZI Smart-Home-Technologien in Verbindung mit Betreuungsleistungen in den Regeleinsatz zu bringen

 

08101301In 100 Haushalten in Baden-Württemberg, in denen über 65-jährige Menschen alleine leben, erfassen Bewegungs- und Kontaktsensoren im Zusammenwirken mit intelligenten Stromzählern und einer Softwareplattform alltägliche Tätigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner, beispielsweise die Regelmäßigkeit des Schlafens.…

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Hypertonie für Krebsüberlebende besonders gefährlich

Wer in der Kindheit oder Jugend eine Krebstherapie durchgemacht hat und als Erwachsener klassische kardiale Risikofaktoren aufweist, bei dem addieren sich die Herzrisiken nicht – sie potenzieren sich.

Das Zusammenwirken klassischer Risikofaktoren für Herzerkrankungen mit solchen, die aufgrund einer Krebstherapie vor dem vollendeten 21. Lebensjahr bestehen, hat ein Forscherteam unter Führung von Gregory Armstrong vom St.

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Statine schützen vor Katarakt und Demenz

Neue, beim europäischen Herzkongress vorgestellte Studien liefern weitere gute Argumente für eine Therapie mit Statinen: Bei Langzeiteinnahme schützen Sie offenbar vor Demenz und vor Linsentrübungen.

14091305In den USA nimmt bereits jeder dritte Erwachsene im Alter über 45 Jahren ein Statin ein, was Kosten von 35 Milliarden Dollar verursacht. Vielleicht wird an anderer Stelle im Gesundheitssystem dafür mehr Geld eingespart als bisher gedacht.

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Behindert deutsches Gesundheitssystem leitliniengerechte Therapie?

Deutsche Statin-Patienten erreichen nur halb so häufig ihre LDL-Cholesterin-Zielwerte im Vergleich zu britischen Patienten. Dr. Anselm Gitt, Klinikum Ludwigshafen, führt dies auf unser restriktives Gesundheitssystem zurück.

In der internationalen epidemiologischen DYSIS-Studie wurden in 15 Ländern in den Jahren 2008 und 2009 über 22.000 konsekutive Patienten aufgenommen, die aufgrund eines hohen kardiovaskulären Risikos mit Statinen behandelt wurden.

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Omega-3-Supplemente oder Fisch?

Was gehört zu gesunder Ernährung? Das Beispiel Omega-3-Fettsäuren macht deutlich: Hier das letzte – wissenschaftliche – Wort noch nicht gesprochen.

Wenn nach Jahrzehnten und nach angeblich etwa 17000 Studien die Datenlage zu präventiven oder therapeutischen Effekten der Omega-3-Fettsäuren als „heterogen“ beschrieben wird, dann muss das Gründe haben. Mindestens zwei solcher Gründe haben Forscher aus Jena gemeinsam mit US-amerikanischen und chinesischen Kollegen aufgeklärt.

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: Nicht nur an Vorhofflimmern denken!

Personen mit vier oder fünf konventionellen Risikofaktoren haben ein hohes Schlaganfall-Risiko – unabhängig davon, ob ein Vorhofflimmern vorliegt oder nicht. Doch diese große Risikogruppe wird in der Prävention oft vernachlässigt.

In der Schlaganfall-Prophylaxe konzentrieren sich die Bemühungen vor allem auf Patienten mit Vorhofflimmern sowie auf Patienten mit bereits erlittenen Schlaganfällen bzw. TIAs. Doch auch ohne diese beiden Erkrankungen kann das Schlaganfall-Risiko massiv erhöht sein, wenn mehrere konventionelle Risikofaktoren vorliegen.…

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Viel Bauchfett erhöht das Sterblichkeitsrisiko von Herzinfarkt-Patienten

Amsterdam, 2. September 2013 – Viel Bauchfett erhöht das langfristige Sterblichkeitsrisiko von Patienten nach einem überstandenen Herzinfarkt erheblich.

14091305Das zeigt eine neue französische Studie, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Amsterdam von Prof. Tabassome Simon (Hôpital St. Antoine) und Prof. Nicholas Danchin (Hôpital Européen Georges Pompidou) präsentiert wurde. Die Ergebnisse des französischen FAST-MI 2005 Registers legen nahe, dass sich Lebensstil- Interventionen bei Herzinfarkt-Patienten vor allem auf eine Reduktion des Bauchfetts konzentrieren sollten.…

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